
Die „unsichtbaren“ Muskel hinter Ihrer Kleidung: UV-Systeme in Textilien
Man sieht sie niemals in einem Bekleidungsgeschäft – doch UV-Lampen sind die wahren Helden in den Textilfabriken. Wir entwickeln diese Systeme, um die schwierigen Aufgaben zu bewältigen – von der Vorbereitung der Rohfasern bis hin zur Erzielung des endgültigen Druckbildes.
Die Wissenschaft dahinter ist eigentlich ziemlich einfach: Hochintensives UV-Licht trifft auf die Polymere und löst eine Reaktion aus. Dadurch werden flüssige Resine in Sekundenschnelle zu festen Schichten.
Die richtige Leistung einstellen
Wenn man mit hoher Geschwindigkeit druckt – sagen wir 50 Meter pro Minute – kann man keine Fehler machen. Man benötigt hochleistungsstarke Quecksilber- oder LED-Lampen. Wenn die Leistung zu gering ist, kommt es zu einer unvollständigen Aushärtung des Materials. Das ist ein Albtraum – denn dann löst sich der Lack einfach ab.
Aber man kann auch nicht einfach die Leistung auf das Maximum erhöhen. Wenn man zu viele Watt verwendet, ohne eine effektive Kühlung, verbrennt man das Gewebe. Es handelt sich dabei um ein feines Gleichgewicht zwischen ausreichender Leistung und Vermeidung der Zerstörung des Materials.
Für die chaotischen Bedingungen in der Fabrik konzipiert
Wir verwenden Quarzglas für die Lampenhüllen – dadurch lässt sich das UV-Licht durchlassen, ohne dass die Energie absorbiert wird.
In industriellen Umgebungen herrschen oft widrige Bedingungen: Die Geräte werden ständig bewegt, es entsteht Staub. Deshalb stellen wir unsere Lampenhüllen so her, dass sie einfach ausgetauscht werden können. Wenn eine Lampe kaputt geht, muss man sie einfach austauschen – man muss nicht den ganzen Tag damit verbringen, die Höhe der Transportbänder neu einzustellen.
Außerdem verwenden wir spezielle Reflektoren, um das Licht gezielt nach unten zu lenken. So wird Energie gespart, und der Fabrikboden bleibt nicht wie eine Sauna heiß.
Die Kompromisse
Durch den Einsatz von UV-Aushärtungsmethoden kann man auf diese riesigen Thermoförn genug geben. Dadurch spart man viel Platz. Zudem sind keine riesigen Belüftungssysteme mehr notwendig, um die stinkenden Lösungsmittelgase abzuführen.
Allerdings gibt es auch Nachteile: Hochleistungsstarke UV-Lampen sind empfindlich. Sie benötigen eine stabile Spannung. Ein einziger Stromstoß kann dazu führen, dass die Elektroden zerstört werden. Um die Lebensdauer der Lampen über 10.000 Betriebsstunden hinweg zu gewährleisten, braucht man eine saubere, stabile Stromversorgung. Keine Kompromisse möglich.