
In Produktionsstätten, in denen mehrere große Pressen gleichzeitig betrieben werden, können elektromagnetische Störungen sowie RF-Signale von nahegelegenen Antrieben und Stromquellen dazu führen, dass herkömmliche UV-Systeme nicht mehr richtig funktionieren. In Linien zur Verpackung von Lebensmitteln führt das zu uneinheitlicher Desinfektion und Trocknung der Oberflächen – etwas, was unzulässig ist, wenn eine effektive Kontrolle von Mikroorganismen sowie die Integrität der Drucke gewährleistet werden müssen.
Was technisch wichtig ist:
Wir konstruieren unsere mikrobiziden UV-Lampen auf der Basis von Niederdruck-Amalgamtechnologie. Dadurch wird eine stabile Ausstrahlung bei 254 nm erreicht, was ideal für die Inaktivierung von Mikroorganismen ist. Der Quarzkern sowie der Reflektor sorgen dafür, dass die maximale Strahlungsintensität konstant bleibt – auch dann, wenn die Spannung schwankt. Elektromagnetische Abschirmung sowie isolierte Zündschaltungen verhindern, dass Störungen durch Servoantriebe oder Wandler die Funktion der Lampe beeinträchtigen. Die Lampen leuchten zuverlässig und halten die gesetzte Leistung konstant, ohne Ausfälle. Wir bestimmen die Größe der Lampen anhand der erforderlichen Dosis (mJ/cm²) – und nicht nur anhand der Leistung in Watt. So kann man die gewünschten Ergebnisse bei der Reduzierung von Mikroorganismen erzielen, während gleichzeitig die Temperatur des Substrats unter Kontrolle bleibt.
Warum das funktioniert:
In Hochdicht-Druckanlagen – bei denen Offset-, Flexo-, Siebdruck- und Tiefdruckmaschinen nebeneinander arbeiten – bewahren unsere Lampen ihre Spektralstabilität auch bei wiederholten Start-/Stop-Vorgängen sowie bei Änderungen der Anlagekonfiguration. Dadurch wird eine gleichmäßige Trocknungsenergie für Beschichtungen und Tinten sowie eine gleichmäßige Desinfektion der Verpackungsoberflächen gewährleistet. Es entstehen weniger Ausschussprodukte, die Zeitvorgaben sind vorhersehbar und die Effektivität der Desinfektion ist konstant.
Was man im Voraus wissen muss:
Um die Lampe der jeweiligen Druckmaschine anzupassen, muss man die Eigenschaften der Lampe hinsichtlich der Trocknungs-/Desinfektionsfunktionen, der Geometrie des Reflektors sowie der verfügbaren Befestigungs möglichkeiten überprüfen. Offsetdruckmaschinen benötigen oft Quecksilberspektren mit einer Wellenlänge von 365 nm, 385 nm oder 405 nm, um den Photoinitiator zum Reagieren zu bringen. Für die Desinfektion sind hingegen Lampen mit einer Wellenlänge von 254 nm erforderlich. Ozonfreie Quarzkörper können die maximale Ausstrahlungsintensität etwas verringern. Deshalb müssen die Dosisberechnungen auf der tatsächlichen Strahlungsintensität an der Zieloberfläche basieren – und nicht auf der nominellen Leistung der Lampe.